5. Dezember Hl. Sabbas

Abtes † 532 in der Nähe von Jerusalem

Er stammte aus Kappadozien und war wegen seiner Tugenden und Bußstrenge hochangesehen in Palästina, wo er Klöster für Einsiedler gründete und im Alter von 94 Jahren starb. In Rom trägt seit alten Zeiten eine Kirche seinen Namen.

Introitus (Ps. 24, 1-3)

 

Ad te levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam: neque irrideant me inimici mei: etenim universi, qui te exspectant, non confundentur. (Ps. ibid. 4) Vias tuas, Domine, demonstra mihi: et semitas tuas edoce me. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. -

Ad te levavi (usque ad Ps.)

 

Zu Dir erhebe ich meine Seele; mein Gott, auf Dich vertraue ich. Drob werd ich nicht erröten, noch sollen meine Feinde mich verlachen. Denn all die vielen, die auf Dich warten, werden nicht enttäuscht. (Ps. ebd. 4) Herr, zeige mir Deine Wege und lehr mich Deine Pfade. V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Zu Dir erhebe ich (bis zum Ps.)

 
         

In dieser Weise wird der erste Teil des Introitus immer wiederholt.
Das Gloria wird in der Adventszeit nicht gebetet, außer an Heiligenfesten

         

Oratio

 

Intercessio nos, quæsumus, Domine, beati Sabbæ Abbatis commendet: ut, quod nostris meritis non valemus, ejus patrocinio assequamur. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. Amen.

 

Wir bitten, o Herr: die Fürsprache des hl. Abtes Sabbas möge uns empfehlen, damit wir dank seiner Obhut erlangen, was wir auf Grund eigener Verdienste nicht vermögen.  Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 
         

Epistola (Rom. 13, 11-14)

 

Lectio Epistolæ beati Pauli Apostoli ad Romanos. Fratres: Scientes, quia hora est jam nos de somno surgere. Nunc enim propior est nostra salus, quam cum credidimus. Nox præcessit, dies autem appropinquavit. Abjiciamus ergo opera tenebrarum, et induamur arma lucis. Sicut in die honeste ambulemus: non in comessationibus et ebrietatibus, non in cubilibus et impudicitiis, non in contentione et æmulatione: sed induimini Dominum Jesum Christum.

 

Brüder! Ihr wisset, die Stunde ist da, vom Schlafe aufzustehen; denn jetzt ist unser Heil näher als damals, da wir zum Glauben kamen. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag [Christi] bricht an: lasset uns also ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichts. Wie am Tage lasset uns ehrbar wandeln: nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Zank und Eifersucht. Vielmehr ziehet an den Herrn Jesus Christus.

 
         

Graduale (Ps. 24, 3 u 4)

 

Universi, qui te exspectant, non confundentur, Domine. V Vias tuas, Domine, notas fac mihi: et semitas tuas edoce me.

 

Herr, all die vielen, die auf Dich warten, werden nicht enttäuscht. V Herr, tu mir Deine Wege kund und lehr mich Deine Pfade.

 

Evangelium (Luk. 21, 25 – 33)

 

Sequentia sancti Evangelii secundum Lucam. In illo tempore: Dixit Jesus discipulis suis: Erunt signa in sole et luna et stellis, et in terris pressura gentium præ confusione sonitus maris et fluctuum: arescentibus hominibus præ timore et exspectatione, quæ supervenient universo orbi: nam virtutes cælorum movebuntur. Et tunc videbunt Filium hominis venientem in nube cum potestate magna et majestate. His autem fieri incipientibus, respicite et levate capita vestra: quoniam appropinquat redemptio vestra. Et dixit illis similitudinem: Videte ficulneam et omnes arbores: cum producunt jam ex se fructum, scitis, quoniam prope est æstas. Ita et vos, cum videritis hæc fieri, scitote, quoniam prope est regnum Dei. Amen, dico vobis, quia non præteribit generatio hæc, donec omnia fiant. Cælum et terra transibunt: verba autem mea non transibunt.

 

In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: «Es werden Zeichen erscheinen an Sonne, Mond und Sternen, und auf Erden wird große Angst unter den Völkern sein wegen des ungestümen Rauschens des Meeres und der Fluten. Die Menschen werden verschmachten vor banger Erwartung der Dinge, die über den ganzen Erdkreis kommen werden; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann werden sie den Menschensohn auf den Wolken kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. Wenn nun das alles eintritt, dann schauet auf und erhebet eure Häupter; denn es naht eure Erlösung.» Er trug ihnen auch ein Gleichnis vor: «Betrachtet den Feigenbaum und alle andern Bäume. Setzen sie Frucht an, so wißt ihr: der Sommer ist nahe. So sollt auch ihr, wenn dies alles geschieht, erkennen, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, Ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis da alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen.»

 
         

Offertorium (Ps. 24, 1-3)

 

Ad te levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam: neque irrideant me inimici mei: etenim universi, qui te exspectant, non confundentur.

 

Zu Dir erhebe ich meine Seele; mein Gott, auf Dich vertraue ich. Drob werd ich nicht erröten, noch sollen meine Feinde mich verlachen. Denn all die vielen, die auf Dich warten, werden nicht enttäuscht.

 


Secreta

 

Sacris altaribus, Domine, hostias superpositas sanctus Sabbas, qæsumus, in salutem nobis provenire deposcat. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. Amen.

 

Wir bitten, o Herr: der hl. Sabbas erflehe uns, daß die Opfergaben, die wir auf Deinen heiligen Altar legen, uns zum Heile gereichen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 
 

Praefatio

 

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: per Christum Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes:


Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

 

Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: durch Christus, unsern Herrn. Durch ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen:

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe!

Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

 
         

Communio (Ps. 84, 13)

 

Dominus dabit benignitatem, et terra nostra dabit fructum suum.

 

Der Herr gibt Seinen Segen, und unser Land bringt seine Frucht.

 
         

Postcommunio

 

Protegat nos, Domine, cum tui perceptione sacramenti beatus Sabbæ, pro nobis intercedendo: ut et conversationis ejus experiamur insignia, et intercessionis percipiamus suffragia. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. Amen.

 

Zugleich mit Deinem Sakramente, o Herr, das wir empfingen, schütze uns auch der hl. Sabbas durch seine Fürbitte; so werden wir dann die Tugenden seines Lebens nachahmen und den Beistand seiner Fürsprache erlangen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

An allen Heiligenfesten innerhalb der Adventszeit wird nach den Orationen des Festes das Gedächtnis des vorhergehenden Sonntags oder, wenn das Fest auf einen Quatembertag fällt, das des Quatembertags eingeschaltet.
Trifft auf einen Wochentag kein Heiligenfest oder nur das Gedächtnis eines Heiligen, so nimmt man die Messe des vorhergehenden Sonntags (ohne den Allelujavers), an den Quatembertagen aber die betreffende Quatembermesse.