22. November Hl. Cäcilia dt.

Jungfrau und Martyrin Patronin der Kirchenmusik

Cäcilia, die im 3. Jahrhundert lebte, ist eine seit dem 5. Jahrhundert als Jungfrau und Martyrin verehrte Heilige der römischen Kirche. Sie stammte aus dem römischen Adelsgeschlecht der Caecilier und wurde mit ihrem Verlobten Valerian und dessen Bruder Tiburtius, die sie für das Christentum gewonnen hatte, enthauptet. Cäcilia sollte, wie es in ihrer Passio heißt, verheiratet werden, hatte sich aber schon Christus geweiht, so daß, „als der Tag der Hochzeit kam, sie festlich gekleidet war, doch unter ihren goldgewirkten Gewändern ein härenes Hemd trug. Und während die Instrumente erklangen, sang sie in ihrem Herzen allein dem Herrn und sprach: Laß mein Herz und meinen Leib unbefleckt bleiben, auf daß ich nicht zuschanden werde.“ So wurde sie zur Patronin der Musiker, besonders aber der Kirchenmusiker. Sie wurde in der römischen Calixtus-Katakombe bestattet und mit der späteren Stifterin der Kirche in Trastevere identifiziert, wo 545 am 22. November ihr Gedächtnis gefeiert wurde. Papst Paschalis I. ließ ihre Gebeine 821 in die Basilika S. Caecilia in Trastevere übertragen.

Introitus (Ps 118, 46-47)

Ich legte Zeugnis ab für dein Gesetz vor Königen und wurde nicht zuschanden; ich überdachte dein Gebot, das ich gar innig liebe. (Ps 118) Selig die Makellosen auf dem Lebensweg, die wandeln nach des Herrn Gesetz. Ehre sei dem Vater.

Tagesgebet

Gott, du erfreuest uns alljährlich durch die Festfeier deiner heiligen Jungfrau und Martyrin Cäcilia; laß uns dieser Heiligen, die wir durch unseren Gottesdienst ehren, auch durch einen vorbildlich frommen Lebenswandel nachfolgen: durch unseren Herrn.

Graduale (Ps 44, 11; 12; 5)

Höre, o Tochter, sieh her und neige dein Ohr; es sehnt sich nach deiner Schönheit der König. In deiner Anmut, deiner Hoheit, zieh hin, dring siegreich vor und herrsche.

Alleluja (Mt 25, 4; 6)

Alleluja, alleluja. Die fünf klugen Jungfrauen nahmen mit den Lampen auch Öl in ihren Krügen mit. Um Mitternacht aber erscholl der Ruf: Seht, der Bräutigam kommt! Auf! Christus entgegen, dem Herrn.

Sequenz (Albi, Südfrankreich, 11. Jh.)

Weil du weiß bist mehr denn Lilien, o du hehre und heilige Herrin Cäcilia,
und im Purpurgewand erglänzt in der Schar der Märtyrer,
deshalb strahlst du wie die Morgenröte, der Sonne Leuchte,

die dem Meer entsteigt.
Neue Lieder singst du mit der Schar der Jungfrauen auf Erden,
unbefleckte Braut des Lammes, das da herrscht in der himmlischen Burg,
dem die Scharen der Jungfrauen immerdar jubelnd rufen: Alleluja.

Offertorium (Ps 44, 15-16)

Jungfrauen führt man dem König vor als ihr Gefolge; ihre Freundinnen führt man zu dir unter Jubel und Jauchzen; man führt sie hinein in den Tempel: zum König, dem Herrn.

Gabengebet

Wir bitten dich, Herr: dieses Opfer der Sühne und des Lobes möge uns auf die Fürsprache deiner heiligen Jungfrau und Martyrin Cäcilia deines Erbarmens stets würdig machen: durch unseren Herrn.

Präfation von den Heiligen und Patronen

Communio (Ps 118, 78; 80)

Schmach den Stolzen, die mich ungerecht bedrücken! Ich aber übe mich in deinen Lehren, deinen Satzungen, damit ich nicht zuschanden werde.

Schlußgebet

Herr, du hast deine Familie mit heiligen Gaben gesättigt; nun bitten wir dich: erquicke uns immerdar auf die Fürbitte der Heiligen, deren Fest wir feiern: durch unseren Herrn.