14. September Fest Kreuzerhöhung dt.

Das Fest geht zurück auf die Auffindung des Kreuzes Christi durch Helena, die Mutter des Kaisers Konstantins des Großen, am 13. September 326. In Jerusalem wurde am 13. September 335 (dem Jahrestag der Auffindung des Kreuzes Christi) die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab Christi eingeweiht. Einen Tag später, am 14. September, zeigte man in der neugeweihten Kirche dem Volk zum ersten Mal in feierlicher Form das Holz des Kreuzes und bot es den Gläubigen zur Verehrung dar. Das heilige Kreuz ging später in den Wirren eines Krieges an die Perser verloren; Kaiser Heraklios konnte das Kreuz im Jahre 628 zurückgewinnen und setzte es feierlich wieder in Jerusalem ein.

 

Introitus (Gal 6, 14)

Wir aber sollen uns rühmen im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus; in ihm ist für uns das Heil, das Leben und die Auferstehung; durch ihn sind wir gerettet und erlöst. (Ps 66) Gott möge sich unserer erbarmen und uns segnen; er lasse sein Antlitz über uns leuchten und erbarme sich unser. Ehre sei dem Vater.

 

Tagesgebet

O Gott, du erfreust uns am heutigen Tag durch die jährliche Feier der Erhöhung des heiligen Kreuzes; wir bitten dich nun: laß uns im Himmel die Früchte der Erlösungstat dessen erlangen, dessen Geheimnis wir auf Erden erkannt haben: durch ihn, unseren Herrn.

 

Graduale (Phil 2, 8-9)

Christus ist für uns gehorsam geworden bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. Darum hat Gott ihn auch erhöht und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist.

 

Alleluja

Alleluja, alleluja. Süßes Holz, o süße Nägel, süße Last beschweret euch. Nur du warst würdig zu tragen des Himmels König und Herrn. Alleluja.

 

Offertorium

Herr, schütze dein Volk durch das Zeichen des heiligen Kreuzes vor den Nachstellungen all seiner Feinde; dann wird unser heiliger Dienst dir angenehm sein und unser Opfer dir wohlgefallen, alleluja.

 

Gabengebet

Herr, unser Gott, du willst uns nähren mit dem Leib und dem Blut unseres Herrn Jesus Christus, durch den das Banner des Kreuzes geheiligt wurde; so bitten wir nun: wie wir jenes Zeichen verehren dürfen, so laß uns auch die Wirkung seiner beseligenden Glorie auf ewig erlangen: durch ihn, unseren Herrn.

 

Communio

Durch das Zeichen des Kreuzes befreie uns du, unser Gott, von unseren Feinden.

 

Während der Kommunion

Kreuz-Hymnus „Vexilla regis“ des Venantius Fortunatus (ca. 530-609). Der Hymnus wurde das erste Mal am 19. November 569 in Poitiers als Prozessionshymnus gesungen. Damals wurde die Kreuzreliquie vom byzantinischen Kaiser Justin II. auf Bitten der hl. Radegundis feierlich in das Kloster Saint-Croix übertragen.

1. Des Königs Banner wird aufgepflanzt, hoch glänzt des Kreuzes tiefer Sinn,         woran das Leben litt den Tod und durch den Tod das Leben gab.

2. Wo er überdies verwundet war von der grausamen Spitze der Lanze, troff er, um uns von unserer Schuld zu waschen, von Wasser und Blut.

3. Erfüllt ward, was David verkündet hat in verläßlichem Gesang, als er den Völkern sagte: Es herrscht Gott vom Holz herab.

4. Du schöner, blitzender Baum, geschmückt mit des Königs Purpur, erwählt von dem Sproß, das würdig war, solch heilige Glieder zu berühren.

5. Seliger Baum, an dessen Ästen das Lösegeld der Welt hing, und der, zur Waage des Körpers gemacht, die Beute des Tartarus wegtrug.

6. Sei gegrüßt, o Kreuz, in dieser Siegesherrlichkeit; den Frommen vermehre deine Gnade und den Angeklagten tilge die Vergehen.

7. Dich, Quell des Heils, Dreifaltigkeit, lobt jeglicher Geist: denen, die du mit des Kreuzes Sieg beschenkst, füg hinzu deinen Lohn. Amen.

 

Schlußgebet

Steh uns bei, Herr, unser Gott, und wie du uns mit Freude erfüllst durch die Ehre des heiligen Kreuzes, so schütze uns auch durch seine nie versiegende Kraft: durch unseren Herrn.